Hiob 41:1-26 HFA
[1] Trügerisch ist jede Hoffnung, ihn zu fangen; sein bloßer Anblick wirft dich schon zu Boden! [2] Wenn es niemand wagen kann, ihn auch nur zu reizen, wer will dann mir erst gegenübertreten? [3] Wer hat mir jemals etwas gegeben, das er nun von mir zurückfordern könnte? Mir gehört die ganze weite Welt. [4] Ich will dir den Leviatan beschreiben, seine Stärke und die Schönheit seiner Gestalt: [5] Wer ist in der Lage, ihm den Panzer auszuziehen, wer wagt es, ihm zwischen die Zähne zu greifen? [6] Wer kann das Tor seines Mauls aufbrechen, das von den fürchterlichen Zähnen verteidigt wird? [7] Und schau dir seinen Schuppenpanzer an: wie eine Reihe von Schilden, fest miteinander verbunden! [8] Eine Schuppenplatte sitzt neben der anderen, kein Lufthauch geht zwischen ihnen hindurch! [9] Sie hängen fest aneinander und sind so eng verbunden, dass niemand sie auseinanderreißen kann. [10] Licht blitzt auf, wenn er schnaubt, und seine Augen funkeln wie die ersten Sonnenstrahlen. [11] Aus seinem Rachen schießen Feuerflammen, und die Funken sprühen. [12] Aus seinen Nüstern quillt der Rauch wie aus einem Kessel über dem Feuer. [13] Sein Atemstoß setzt Kohlen in Brand, eine Flamme schießt aus seinem Rachen hervor. [14] Sein Nacken strotzt vor Kraft; wo dieses Ungeheuer hinkommt, da geht die Angst voraus. [15] Die Hautfalten am Bauch sind fest und straff, als wären sie gegossen. [16] Seine Brust ist hart wie Stein, ja, so fest wie ein Mühlstein. [17] Wenn sich der Leviatan erhebt, geraten selbst Helden in Angst und Schrecken und wissen nicht mehr aus noch ein. [18] Jeder Schwerthieb gegen ihn bleibt ohne Wirkung; Speer, Pfeil und Lanze prallen ab. [19] Waffen aus Eisen fürchtet er nicht mehr als einen Strohhalm, und Bronze ist für ihn wie morsches Holz. [20] Mit Pfeilen lässt er sich nicht in die Flucht jagen, Schleudersteine hält er bloß für Grashälmchen [21] und eine Keule für dürres Stroh. Er kann nur lachen, wenn die Speere auf ihn sausen. [22] Unter seinem Bauch ragen Zacken hervor; sie lassen Spuren im Schlamm zurück, als wäre ein Dreschschlitten darübergefahren. [23] Er lässt die Tiefe brodeln wie kochendes Wasser, das Meer wallt auf wie Salbe im Kochtopf. [24] Er hinterlässt eine glitzernde Spur; man denkt, das Meer hätte silbernes Haar. [25] Keiner auf der Erde reicht an ihn heran – er ist ein Geschöpf, das Furcht nicht kennt. [26] Selbst auf die Größten sieht er herab, er, der König aller stolzen Tiere!«
