Hiob 40:1-32 HFA
[1] Der HERR fragte Hiob: [2] »Willst du weiter mit mir streiten, mich, den Allmächtigen, immer noch tadeln? Du hast mich angeklagt, nun steh mir Rede und Antwort!« [3] Darauf antwortete Hiob nur: [4] »Herr, ich bin zu gering, ich kann dir nichts erwidern; darum lege ich jetzt die Hand auf den Mund. [5] Mehr als einmal habe ich geredet – aber ich will es nicht wieder tun; ich habe schon zu viel gesagt!« [6] Da sprach der HERR zu Hiob aus dem Sturm: [7] »Tritt mir gegenüber wie ein Mann und antworte auf meine Fragen! [8] Willst du mein Urteil widerlegen und mich schuldig sprechen, nur damit du recht behältst? [9] Besitzt du Macht wie ich, kannst du mit gleicher Stimme donnern? [10] Dann schmück dich mit Würde und Macht, bekleide dich mit Pracht und Majestät! [11] Dann lass deinen Zorn losbrechen, finde jeden stolzen Menschen heraus und erniedrige ihn! [12] Spür jeden Überheblichen auf und zwing ihn in die Knie, tritt die Gottlosen an Ort und Stelle nieder! [13] Verscharre sie alle in der Erde, verbanne sie in das Reich der Toten! [14] Dann will ich der Erste sein, der dich preist, weil du mit eigener Hand den Sieg errungen hast!« [15] »Schau dir den Behemot an, den ich geschaffen habe wie auch dich! Er frisst Gras wie ein Rind. [16] Wie stark sind seine Lenden, welche Kraft hat er in den Muskeln seines Bauches! [17] Er macht seinen Schwanz steif wie eine Zeder, dicht verflochten sind die Sehnen an den Schenkeln. [18] Seine Knochen sind fest wie Bronzeröhren, seine Rippen gleichen Eisenstangen. [19] Unter meinen Werken nimmt er den ersten Platz ein, und nur ich, sein Schöpfer, kann das Schwert gegen ihn ziehen. [20] Die Hügel bieten ihm ihr Gras als Futter, und die wilden Tiere spielen neben ihm. [21] Er liegt unter Lotusbüschen, versteckt sich im Schilf und im Sumpf. [22] Die Lotusbüsche verbergen ihn und spenden ihm Schatten, bei den Pappeln am Ufer findet er Schutz. [23] Schwillt der Fluss mächtig an – ihm wird nicht bange; er bleibt ruhig, selbst wenn der Jordan ihm ins Maul flutet. [24] Meinst du, ein Mensch kann dieses Tier von vorne packen, es fangen und ihm einen Ring durch die Nase ziehen? [25] Kannst du den Leviatan am Angelhaken aus dem Wasser ziehen oder seine Zunge mit einem Seil hinunterdrücken? [26] Kannst du ihm einen Strick durch die Nase ziehen oder sein Kinn mit einem Haken durchstechen? [27] Meinst du, er wird dann um Gnade winseln und dich mit Worten umschmeicheln? [28] Meinst du, er wird sich dir ergeben und du kannst ihn für immer als Knecht behalten? [29] Was willst du mit ihm tun? Ihn anbinden und wie einen Vogel halten, ihn deinen Mädchen zum Spielen geben? [30] Meinst du, die Jäger könnten jemals um seine besten Stücke feilschen und sie an Händler verkaufen? [31] Kannst du seinen Panzer mit Harpunen spicken oder mit Fischerhaken seinen Kopf? [32] Versuch es nur, mit ihm zu kämpfen! Daran wirst du noch lange denken und es nicht noch einmal wagen!
