Psalm 18:1-51 HFA
[1] Von David, dem Diener des HERRN. Er sang das folgende Danklied, nachdem der HERR ihn aus der Gewalt aller Feinde und auch aus der Hand von Saul befreit hatte. [2] Ich liebe dich, HERR! Du bist meine Kraft! [3] Der HERR ist mein Fels, meine Festung und mein Erretter, mein Gott, meine Zuflucht, mein sicherer Ort. Er ist mein Schild, mein starker Helfer, meine Burg auf unbezwingbarer Höhe. [4] Gepriesen seist du, HERR! Wenn ich zu dir um Hilfe rufe, dann werde ich vor meinen Feinden gerettet. [5] Ich war schon gefangen in den Fesseln des Todes, er drohte mich zu verschlingen wie eine mächtige Woge. [6] Hilflos musste ich zusehen, wie die tödliche Falle zuschnappte. [7] In äußerster Bedrängnis schrie ich zum HERRN. Ja, zu meinem Gott rief ich um Hilfe. Da hörte er mich in seinem Tempel, mein Schreien drang durch bis an sein Ohr. [8] Plötzlich erbebte die Erde, selbst die Berge gerieten ins Wanken, denn glühender Zorn hatte Gott gepackt. [9] Schwarzer Rauch quoll aus seiner Nase, aus seinem Mund loderten Flammen, und glühende Kohlen wurden herausgeschleudert. [10] Er riss den Himmel auf und kam auf dunklen Wolken zur Erde herunter. [11] Auf einem Kerub flog er daher und schwebte herab, vom Sturm getragen. [12] Er hüllte sich in Finsternis, verbarg sich in dichten, dunklen Regenwolken. [13] Dann wurden sie von seinem Lichtglanz überstrahlt, Hagel und glühende Kohlen prasselten nieder. [14] Der HERR ließ einen Donnerschlag auf den anderen folgen, am Himmel dröhnte die Stimme des höchsten Gottes. [15] Er schoss seine Pfeile ab, und die Feinde stoben auseinander. Grelle Blitze zuckten und verwirrten das feindliche Heer. [16] Sogar den Meeresboden konnte man sehen; offen lagen die Fundamente der Erde da, als du, HERR, meine Feinde bedrohtest und vor Entrüstung schnaubtest. [17] Gott streckte mir seine Hand von oben entgegen und riss mich aus den tosenden Fluten. [18] Er befreite mich von der Übermacht meiner Feinde, von allen, die mich hassten und so viel stärker waren als ich. [19] Sie hatten mich überfallen, als ich schon im Unglück steckte. Aber der HERR gab mir sicheren Halt [20] und führte mich aus der Not hinaus in die Freiheit. Er rettete mich. So viel bedeute ich ihm! [21] Der HERR tat mir Gutes für meine Treue, meine Rechtschaffenheit hat er belohnt. [22] Denn stets bin ich dem HERRN gefolgt und habe meinem Gott nie den Rücken gekehrt. [23] Seine Gebote hielt ich mir immer vor Augen, und seine Befehle schlug ich nicht in den Wind. [24] Ich lebte vollkommen nach seinem Willen und ging jedem Unrecht aus dem Weg. [25] Ja, der HERR belohnte meine Treue, meine Rechtschaffenheit übersah er nicht. [26] Wer zu dir steht, HERR, dem stehst auch du zur Seite; wer nach deinem Willen lebt, den enttäuschst du nicht. [27] Wer ein reines Herz hat, kann sich ganz auf dich verlassen, doch falsche Menschen führst du hinters Licht. [28] Du hilfst denen, die sich selbst nicht überschätzen. Die Überheblichen aber stößt du von ihrem Thron. [29] HERR, du machst die Finsternis um mich hell, du gibst mir strahlendes Licht. [30] Mit dir kann ich die Feinde angreifen; mit dir, mein Gott, kann ich über Mauern springen. [31] Was für ein Gott! Sein Handeln ist vollkommen, und was er sagt, ist durch und durch wahr. Er beschützt alle, die zu ihm flüchten. [32] Der HERR ist Gott, und niemand sonst! Wer außer ihm ist so stark und unerschütterlich wie ein Fels? [33] Gott allein gibt mir Kraft zum Kämpfen und ebnet mir meinen Weg. [34] Er beflügelt meine Schritte, lässt mich laufen und springen wie ein Hirsch. Selbst auf steilen Felsen gibt er mir festen Halt. [35] Er lehrt mich, die Waffen zu gebrauchen, und zeigt mir, wie ich auch den stärksten Bogen spannen kann. [36] HERR, deine Hilfe war für mich wie ein schützender Schild, deine starke Hand eine sichere Stütze. Du beugst dich zu mir herab und machst mich groß. [37] Du räumst mir alle Hindernisse aus dem Weg, noch nie bin ich beim Laufen gestürzt. [38] Ich jagte meinen Feinden nach und holte sie ein; ich kehrte erst um, als auch der Letzte von ihnen gefallen war. [39] Ich schlug sie, bis sie nicht mehr aufstehen konnten und tot zu meinen Füßen lagen. [40] Du, HERR, hast mich mit Kraft für diesen Kampf ausgerüstet, du hast mir zum Sieg über meine Gegner verholfen. [41] Dass sie fliehen mussten, verdanke ich dir; alle, die mich hassten, konnte ich umbringen. [42] Sie riefen um Hilfe, doch weit und breit war kein Retter. Sie schrien zum HERRN, aber er hörte nicht auf sie. [43] Ich rieb sie auf, zermalmte sie zu Staub, den der Wind verweht. Wie Dreck von der Straße fegte ich sie hinweg. [44] Als ein Aufstand im Volk mich bedrohte, hast du mir geholfen und mich zum Herrscher über viele Nationen gemacht. Sogar Völker, die ich nicht kannte, haben sich mir unterworfen. [45] Fremde ergaben sich, sobald sie nur von mir hörten, und gingen gehorsam vor mir auf die Knie. [46] Zitternd kamen sie aus ihren Festungen heraus und hatten keine Kraft mehr zum Widerstand. [47] Der HERR lebt! Er ist mein schützender Fels – ich preise ihn! Ihn allein will ich rühmen, denn er ist mein Gott und mein Retter. [48] Er ist es, der sich an meinen Feinden gerächt hat; ganze Völker hat er mir unterworfen [49] und mich der Gewalt meiner grausamen Gegner entrissen. Du, Gott, gabst mir den Sieg über meine Feinde, von diesen brutalen Menschen hast du mich befreit. [50] Darum will ich dich loben, HERR. Alle Völker sollen es hören! Deinen Namen will ich preisen mit meinem Lied. [51] Du hast deinen auserwählten König aus großen Gefahren errettet. Ja, du erweist mir, David, deine Liebe, und auch meine Nachkommen dürfen für alle Zeit darauf zählen.
