Psalm 139:1-24 HFA
[1] Ein Lied von David. HERR, du durchschaust mich, du kennst mich durch und durch. [2] Ob ich sitze oder stehe – du weißt es, aus der Ferne erkennst du, was ich denke. [3] Ob ich gehe oder liege – du siehst mich, mein ganzes Leben ist dir vertraut. [4] Schon bevor ich anfange zu reden, weißt du, was ich sagen will. [5] Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine schützende Hand über mir. [6] Dass du mich so genau kennst, übersteigt meinen Verstand; es ist mir zu hoch, ich kann es nicht begreifen! [7] Wie könnte ich mich dir entziehen; wohin könnte ich fliehen, ohne dass du mich siehst? [8] Stiege ich in den Himmel hinauf – du bist da! Wollte ich mich im Totenreich verbergen – auch dort bist du! [9] Eilte ich dorthin, wo die Sonne aufgeht, oder versteckte ich mich im äußersten Westen, wo sie untergeht, [10] dann würdest du auch dort mich führen und nicht mehr loslassen. [11] Wünschte ich mir: »Völlige Dunkelheit soll mich umhüllen, das Licht um mich her soll zur Nacht werden!« – [12] für dich ist auch das Dunkel nicht finster; die Nacht scheint so hell wie der Tag und die Finsternis so strahlend wie das Licht. [13] Du hast mich mit meinem Innersten geschaffen, im Leib meiner Mutter hast du mich gebildet. [14] Herr, ich danke dir dafür, dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast! Großartig ist alles, was du geschaffen hast – das erkenne ich! [15] Schon als ich im Verborgenen Gestalt annahm, unsichtbar noch, kunstvoll gebildet im Leib meiner Mutter, da war ich dir dennoch nicht verborgen. [16] Als ich gerade erst entstand, hast du mich schon gesehen. Alle Tage meines Lebens hast du in dein Buch geschrieben – noch bevor einer von ihnen begann! [17] Wie überwältigend sind deine Gedanken für mich, o Gott, es sind so unfassbar viele! [18] Sie sind zahlreicher als der Sand am Meer; wollte ich sie alle zählen, ich käme nie zum Ende! [19] Mein Gott! Wie sehr wünsche ich, dass du alle tötest, die sich dir widersetzen! Ihr Mörder, an euren Händen klebt Blut! Mit euch will ich nichts zu tun haben! [20] HERR, wenn diese Leute von dir reden, dann tun sie es in böser Absicht, sie missbrauchen deinen Namen. [21] HERR, wie hasse ich alle, die dich hassen! Wie verabscheue ich alle, die dich bekämpfen! [22] Deine Feinde sind auch meine Feinde. Mein Hass auf sie ist grenzenlos! [23] Durchforsche mich, o Gott, und sieh mir ins Herz, prüfe meine Gedanken und Gefühle! [24] Sieh, ob ich in Gefahr bin, dir untreu zu werden, und wenn ja: Hol mich zurück auf den Weg, den du uns für immer gewiesen hast!
