Hiob 26:1-14 HFA

[1] Darauf entgegnete Hiob: [2] »Ach, wie gut hast du mir beigestanden, mir, der keine Kraft besitzt! Wie sehr hast du mir geholfen – arm und schwach, wie ich bin! [3] Wie hast du mich so gut beraten, mich, dem jede Weisheit fehlt! Welche Einsicht hast du mir vermittelt, tief und umfangreich! [4] Mit wessen Hilfe hast du so geredet? Wer hat dir diese Worte eingegeben?« [5] »Vor Gott erzittern die Verstorbenen, alle, die im Wasser tief unter der Erde leben. [6] Die Welt der Toten – nackt und bloß liegt sie vor Gott. Der tiefe Abgrund kann sich nicht verhüllen. [7] Gott spannte den Himmel aus über dem leeren Raum; die Erde hängte er auf im Nichts. [8] Er füllt die Wolken mit Wasser, und doch reißen sie nicht unter ihrer Last. [9] Er verhüllt seinen Thron, indem er die Wolken davor ausbreitet. [10] Er spannte den Horizont wie einen Bogen über dem Meer, als Grenze zwischen Licht und Dunkelheit. [11] Wenn er die Säulen des Himmels bedroht, dann zittern und schwanken sie vor Furcht. [12] In seiner Kraft ließ er die Wellen des Meeres tosen, und in seiner Klugheit zerschmetterte er das Ungeheuer im Meer. [13] Durch seinen Hauch wurde der Himmel wieder klar. Eigenhändig durchbohrte er den fliehenden Drachen. [14] Das alles sind nur kleine Fingerzeige, ein leises Flüstern, das wir von ihm hören! Die Donnersprache seiner Allmacht aber – wer kann sie begreifen?«

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